Karlsbad Redaktion

Parkraumkonzept Karlsbad: Bürgerbeteiligung über Online-Karte gestartet

27. März 2026 Lesedauer
Foto: Katharina Blösch, Gemeinde Karlsbad
Foto: Katharina Blösch, Gemeinde Karlsbad

Die Gemeinde Karlsbad arbeitet aktuell an einem umfassenden Parkraumkonzept. Nach ersten Analysen und Präsentationen im Gemeinderat sind nun die Bürger gefragt: Über eine interaktive Online-Karte können konkrete Hinweise, Bewertungen und Verbesserungsvorschläge eingebracht werden.

Umfangreiche Analyse als Grundlage

Im Rahmen der Vorarbeiten wurden rund 900 Kilometer Straßen erfasst und etwa 600 Bereiche detailliert untersucht. Die Ergebnisse dieser Analyse präsentierte das Ingenieurbüro Köhler & Leutwein bereits im Oktober 2025. Weitere Schwerpunkte, darunter identifizierte Verkehrshotspots mit Handlungsbedarf, wurden im Januar im Rahmen einer Klausurtagung des Gemeinderats vertieft.

Online-Karte: Hinweise noch bis Mitte April möglich

Noch bis voraussichtlich Mitte April steht die Beteiligungsplattform zur Verfügung. In der Karte sind die untersuchten Gebiete blau markiert. Nutzer können:

  • bestehende Verkehrssituationen bewerten
  • Problemstellen kennzeichnen
  • konkrete Verbesserungsvorschläge einreichen
  • Beiträge anderer kommentieren und bewerten

Die Beteiligung erfolgt online unter:
www.koehler-leutwein.com/karlsbad

Ganzheitlicher Blick auf den Verkehr

Das Parkraumkonzept verfolgt einen integrierten Ansatz. Neben der Parkplatzsituation fließen weitere Aspekte ein, darunter:

  • Radverkehrskonzept
  • Schulwege- und Radschulwegeplanung
  • Unfallsteckkarten
  • Gehwegparken und Straßenbreiten
  • Parkplatzauslastung

Alle Ortsteile wurden berücksichtigt, wobei jeweils spezifische Verbesserungspotenziale identifiziert wurden.

Ziele des Parkraumkonzepts

Ziel ist eine optimierte Steuerung des Individualverkehrs und eine spürbare Entlastung des öffentlichen Raums. Im Fokus stehen:

  • Freihaltung von Gehwegen für Fußgänger
  • Verbesserung der Sichtverhältnisse an Querungsstellen
  • Reduzierung von Nutzungskonflikten im Straßenraum
  • Integration moderner Mobilitätsangebote wie
    • E-Ladesäulen
    • Carsharing-Stellplätze

Zeitplan bis zur Umsetzung

Nach Abschluss der Bürgerbeteiligung werden alle Hinweise ausgewertet und zusammengeführt. Der weitere Ablauf:

  • vor den Sommerferien 2026: Vorstellung der Ergebnisse im Gemeinderat
  • Sommerferien 2026: Ausarbeitung des finalen Konzepts
  • Oktober 2026: Beschlussfassung im Gemeinderat

Erste Maßnahmen könnten noch Ende 2026 umgesetzt werden. Weitere Schritte folgen im Jahr 2027, da teilweise Abstimmungen mit der Straßenverkehrsbehörde des Landratsamts und der Polizei erforderlich sind. (hds/red.)