Karlsbad Redaktion

Parkraumkonzept Karlsbad: Rekordbeteiligung der Bürger

19. April 2026 Lesedauer
Screenshot: Hans-Dieter Stößer
Screenshot: Hans-Dieter Stößer

Die Beteiligung der Bevölkerung am neuen Parkraumkonzept in Karlsbad erreichte außergewöhnliche Dimensionen. Nach der Freischaltung der interaktiven Online-Karte am 26. Februar – direkt im Anschluss an die Gemeinderatssitzung – wurden innerhalb von vier Wochen insgesamt 1.116 Punkte markiert, 1.830 Kommentare abgegeben sowie 8.628 Likes und 1.365 Dislikes registriert. Die Online-Beteiligung lief bis 15. April und wurde in dieser Zeit intensiv genutzt.
Die digitale Plattform ermöglichte es, ohne Anmeldung Hinweise, Wünsche und Verbesserungsvorschläge zur Parksituation in allen Ortsteilen einzutragen. Die hohe Resonanz unterstrich das große Interesse der Bevölkerung an der zukünftigen Verkehrs- und Parkraumplanung.

Erste Ergebnisse und großes Interesse vor Ort

Erste Auswertungen der Parkraumerhebung wurden bereits in öffentlichen Sitzungen der Ortschaftsräte sowie im Gemeinderat in Langensteinbach vorgestellt. Auch dort zeigte sich ein starkes Engagement der Bürgerinnen und Bürger mit zahlreichen zusätzlichen Anregungen.
Im Vorfeld hatte das beauftragte Ingenieurbüro Köhler & Leutwein eine umfassende Bestandsaufnahme durchgeführt: Rund 900 Kilometer Straßen wurden erfasst, etwa 5.900 öffentliche Parkplätze analysiert und rund 300 Stunden Videomaterial ausgewertet. Erste Erkenntnisse aus der Bürgerbeteiligung sowie identifizierte „Hotspots“ wurden bereits präsentiert.

So geht es weiter

Im nächsten Schritt werden alle eingegangenen Beiträge ausgewertet. Die Vorschläge wrrden auf ihre rechtliche Zulässigkeit und praktische Umsetzbarkeit geprüft und miteinander abgeglichen. Ein erster Entwurf des Parkraumkonzepts soll spätestens im Juli vorgestellt werden – zunächst im Gemeinderat, anschließend öffentlich.
Die Beschlussfassung ist für Ende 2026 vorgesehen. Die Umsetzung einzelner Maßnahmen soll voraussichtlich ab dem Frühjahr 2027 erfolgen, da zuvor Abstimmungen mit zuständigen Behörden wie dem Landratsamt und der Polizei notwendig sind. Zudem sind Markierungsarbeiten witterungsabhängig und können in den Wintermonaten nicht zuverlässig durchgeführt werden. (hds/red.)