Karlsbad Polizeibericht

Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft nach Anlagebetrug in Karlsbad

27. Oktober 2026 Lesedauer
Foto: Heike Schwitalla
Foto: Heike Schwitalla

Ein 61-Jähriger aus Langensteinbach ist nach Angaben der Polizei Opfer eines versuchten Anlagebetrugs geworden. Zwei Tatverdächtige sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Der Mann war über eine Werbeanzeige im Internet auf eine vermeintlich lukrative Geldanlage aufmerksam geworden und investierte rund 200 Euro. Auf einer betrügerischen Webseite wurde ihm bereits nach wenigen Tagen ein angebliches Guthaben von mehreren zehntausend Euro angezeigt.

Für die Auszahlung sollte er angebliche Steuern in Höhe von 6.000 Euro zahlen. Als eine Abholerin das Geld an seiner Wohnanschrift entgegennehmen wollte, wurde der Mann misstrauisch und verständigte die Polizei. Die Kriminalpolizei nahm daraufhin am Freitagnachmittag zwei Frauen und zwei Männer im Alter von 17 bis 58 Jahren vorläufig fest. Sie waren mit einem Fahrzeug zur Adresse des Geschädigten gekommen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wurden drei der Tatverdächtigen am Samstag einem Haftrichter vorgeführt. Gegen die 58-jährige mutmaßliche Geldabholerin und den 26-jährigen Fahrer ergingen Haftbefehle. Beide befinden sich in Untersuchungshaft. Gegen eine 22-jährige Frau wurde kein Haftbefehl erlassen. Sie und der 17-jährige Mitfahrer kamen nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen frei. Die Ermittlungen wegen des mutmaßlichen Anlagebetrugs dauern an.

Polizei warnt vor unseriösen Geldanlagen

Die Staatsanwaltschaft und die Kriminalpolizei Karlsruhe raten, bei hohen Renditeversprechen misstrauisch zu sein und Angebote vor einer Investition prüfen zu lassen. Geld sollte nicht an Unbekannte übergeben oder überwiesen werden. Auch vermeintliche Prüfsiegel und Werbung mit prominenten Namen seien kein verlässlicher Beleg für die Seriosität einer Anlage. Bei Zweifeln ist das Dezernat für Wirtschaftskriminalität des Polizeipräsidiums Karlsruhe unter Telefon 0721 666-5301 erreichbar.