Karlsruhe Redaktion

Bachforelle nutzt neue Laichplätze in der Pfinz – 28 Stellen entdeckt

11. Februar 2026 Lesedauer
Foto: Stephan Hüsgen, Regierungspräsidium Karlsruhe
Foto: Stephan Hüsgen, Regierungspräsidium Karlsruhe

Die Strukturmaßnahmen des Landesbetriebs Gewässer im Regierungspräsidium Karlsruhe an der Pfinz zeigen schnelle Erfolge: Die Bachforelle hat neue Kieslaichplätze angenommen und bereits dort gelaicht.

Bachforelle: Fortpflanzung im Winter

Während viele Tierarten im Frühjahr Nachwuchs bekommen, fällt die Fortpflanzungszeit bei mehreren Fischarten in die Wintermonate. Dazu gehört auch die heimische Bachforelle, erkennbar an den roten, hell umrandeten Punkten an den Flanken.

Bestände rückläufig – Art gilt als gefährdet

Die Bachforelle war früher in vielen Oberläufen zahlreich vertreten. Heute sind die Bestände vielerorts stark zurückgegangen. In der aktuellen Roten Liste Baden-Württemberg wird sie als gefährdet eingestuft.
Als Hauptursachen gelten:

  • Erwärmung der Gewässer durch den Klimawandel
  • Verlust geeigneter Lebensräume durch früheren Gewässerausbau

Strukturmaßnahmen zwischen Remchingen und Berghausen

Unter Leitung von Lysann Horakh wurden zwischen Remchingen und Berghausen an mehreren Stellen neue Strukturen geschaffen. Dazu zählen:

  • Einbau von Holz- und Steinelementen
  • neue Kiesbänke als Laichflächen
  • Fischunterstände
  • abschnittsweiser Rückbau des Ufers zur besseren Vernetzung von Wasser- und Uferbiotopen

28 Laichplätze gezählt

Fischereiexperte Stephan Hüsgen beobachtete diesen Winter erste Laichaktivität auf den neu eingebrachten Kiesflächen. Bestätigt wurde dies von Martin Windstein (Anglerverein Forelle Pfinztal), der allein zwischen Berghausen und Kleinsteinbach 28 Laichplätze zählen konnte.

Hoffnung auf viele Jungfische im Frühjahr

Nun hoffen die Experten, dass sich die Eier ungestört entwickeln und im Frühjahr zahlreiche Jungfische schlüpfen. Naturnahe und strukturreiche Gewässer gelten außerdem als deutlich widerstandsfähiger gegen die Klimaerwärmung.