Die Strukturmaßnahmen des Landesbetriebs Gewässer im Regierungspräsidium Karlsruhe an der Pfinz zeigen schnelle Erfolge: Die Bachforelle hat neue Kieslaichplätze angenommen und bereits dort gelaicht.
Während viele Tierarten im Frühjahr Nachwuchs bekommen, fällt die Fortpflanzungszeit bei mehreren Fischarten in die Wintermonate. Dazu gehört auch die heimische Bachforelle, erkennbar an den roten, hell umrandeten Punkten an den Flanken.
Die Bachforelle war früher in vielen Oberläufen zahlreich vertreten. Heute sind die Bestände vielerorts stark zurückgegangen. In der aktuellen Roten Liste Baden-Württemberg wird sie als gefährdet eingestuft.
Als Hauptursachen gelten:
Unter Leitung von Lysann Horakh wurden zwischen Remchingen und Berghausen an mehreren Stellen neue Strukturen geschaffen. Dazu zählen:
Fischereiexperte Stephan Hüsgen beobachtete diesen Winter erste Laichaktivität auf den neu eingebrachten Kiesflächen. Bestätigt wurde dies von Martin Windstein (Anglerverein Forelle Pfinztal), der allein zwischen Berghausen und Kleinsteinbach 28 Laichplätze zählen konnte.
Nun hoffen die Experten, dass sich die Eier ungestört entwickeln und im Frühjahr zahlreiche Jungfische schlüpfen. Naturnahe und strukturreiche Gewässer gelten außerdem als deutlich widerstandsfähiger gegen die Klimaerwärmung.