Grötzingen Redaktion

Neue Planung für Verkehrsknotenpunkt in Grötzingen vorgestellt

16. September 2026 Lesedauer
Foto: Sven Scherz-Schade
Foto: Sven Scherz-Schade

Die Kreuzung Eisenbahnstraße/Oberausstraße in Grötzingen soll ein neues Gesicht bekommen. Nachdem die ursprüngliche Planung im vergangenen Dezember im Ortschaftsrat vorgestellt worden war, wurde der Entwurf noch einmal überarbeitet. Grund dafür waren unter anderem Wünsche aus der Bürgerschaft und dem Gremium nach zusätzlichen Stellplätzen. Stadtplanungsamt und Gartenbauamt nahmen den Bereich daraufhin erneut unter die Lupe. Stadtplanerin Ulrike Ellenkamp stellte die überarbeitete Planung in der Sitzung des Ortschaftsrats am 15. Juli vor.

Kreuzung wird grundlegend umgebaut

Bei der geplanten Maßnahme handelt es sich um einen Vollausbau. Der Kreuzungsbereich soll nicht nur saniert, sondern der gesamte Straßenraum neu geordnet werden. Die ursprüngliche Planung hatte bereits eine Neuaufteilung vorgesehen, war wegen der begrenzten Zahl an Parkmöglichkeiten jedoch auf Kritik gestoßen.
Im neuen Entwurf sind deshalb zusätzliche Stellplätze auf der Nordseite der Oberausstraße vorgesehen. Gleichzeitig bleibt das Ziel bestehen, den Straßenraum stärker zu begrünen. An der Südseite sollen zudem zwei neue Bäume gepflanzt werden.

Versickerungsfähiger Belag möglich

Für die Stellplätze auf der Nordseite sowie für die bereits geplanten Flächen auf der Südseite ist ein versickerungsfähiger Belag denkbar. Regenwasser könnte dadurch besser in den Boden gelangen. Auch aus ökologischer Sicht würde die Fläche dadurch aufgewertet.
Ob diese Variante tatsächlich umgesetzt werden kann, ist allerdings noch offen. Maßgeblich ist unter anderem die finanzielle Situation der Stadt.

Klarere Aufteilung des Straßenraums

Die geplante Neugestaltung soll auch die derzeit teilweise unübersichtliche Situation an der Kreuzung verbessern. Der heutige Bereich wirkt vergleichsweise weitläufig und offen. Gleichzeitig entstehen durch die großen Verkehrsflächen, lange Wege für Fußgänger, unklare Fahrbeziehungen und parkende Fahrzeuge immer wieder unübersichtliche Situationen.
Der neue Entwurf sieht deshalb eine klarere Gliederung vor. Verkehrsflächen sollen reduziert und Fahrbahn, Gehwege, Stellplätze und Grünbereiche deutlicher voneinander getrennt werden.

Umsetzung frühestens 2028/2029

Die Kosten für die Gesamtmaßnahme werden derzeit auf rund 550.000 Euro geschätzt. Wegen der angespannten Haushaltslage der Stadt Karlsruhe ist die Umsetzung vorbehaltlich der weiteren Finanzplanung für die Jahre 2028/2029 vorgesehen.
Der Ortschaftsrat nahm die überarbeitete Planung zur Kenntnis. Eine erneute Abstimmung über die konkrete Ausführung war in der Sitzung nicht vorgesehen. Mit dem neuen Entwurf versucht die Verwaltung, die verschiedenen Anforderungen an den Verkehrsknotenpunkt – insbesondere Verkehrssicherheit, Begrünung und zusätzliche Stellplätze – miteinander zu verbinden. (svs/red.)