Durlach Neue Ausgabe - Durlacher Blatt

Jetzt online: Neue Ausgabe des Durlacher Blatts zum Herunterladen

30. Oktober 2026 Lesedauer

Nachrichten aus der Region: Engagement, Veränderungen und neue Perspektiven

Von kommunalen Entscheidungen über gesellschaftliches Engagement bis hin zu kulturellen Erlebnissen und sportlichen Erfolgen: Das Durlacher Blatt berichtet über die Themen, die Menschen in der Region bewegen.
Und das Durlacher Blatt wächst weiter: „Print ist tot“ – dieser häufig gehörten Einschätzung widerspricht das Durlacher Blatt. Seit fast 45 Jahren berichtet die Zeitung über das Geschehen vor Ort und erreicht inzwischen rund 150.000 Menschen in Durlach, Grötzingen, Pfinztal, den Karlsruher Bergdörfern, Waldbronn, Karlsbad und Ettlingen. Mit der Erweiterung des Verbreitungsgebiets setzt der Verlag auf regionale Nähe, journalistische Qualität und eine kontinuierliche Präsenz. Auch für örtliche Unternehmen bleibt die gedruckte Zeitung ein wichtiges Medium, um ihre Angebote in der Region bekannt zu machen.

Durlach: Finanzielle Engpässe und neue Perspektiven

Die angespannte Haushaltslage der Stadt Karlsruhe wirkt sich auf zahlreiche geplante Sanierungsmaßnahmen aus. Auch in Durlach müssen wichtige Projekte auf unbestimmte Zeit warten. Dazu gehören Arbeiten am Stadteingang, am Bahnhofsvorplatz und an verschiedenen Straßen.
Für Diskussionen sorgten Überlegungen, die Durlacher Festhalle zu verkaufen. Die Ortschaftsräte sprachen sich geschlossen für den Erhalt des Gebäudes aus, das für das vielfältige Vereinsleben eine wichtige Rolle spielt. Solange kein geeigneter Ersatz vorhanden ist, stößt ein Verkauf auf entschiedenen Widerstand.
Eine erfreuliche Nachricht gibt es dagegen vom historischen Brunnen der ehemaligen Talstation der Turmbergbahn. Das Stadtamt Durlach konnte den Brunnentrog rechtzeitig vor den Abrissarbeiten sichern und am Weinbrenner-Brunnenhaus wieder aufstellen. Damit bleibt das historische Element erhalten und kann weiterhin genutzt werden.
Auch der öffentliche Nahverkehr beschäftigt die Menschen. Wegen der Gleisbauarbeiten ist der Bahnhof Durlach zu einem wichtigen Umsteigepunkt geworden. Für Menschen mit Rollatoren oder Rollstühlen bieten die Verkehrsbetriebe Karlsruhe während der Bauphase eine taxiunterstützte Verbindung zwischen Bahnhofsvorplatz und Haltestelle Untermühlstraße an. Die Fahrt muss mit gültigem Fahrschein zwei Tage im Voraus angemeldet werden.
Ein neues Bildungsangebot ist mit der ZauberBergSchule gestartet. Die musikalische Gemeinschaftsschule in Durlach hat ihre erste fünfte Klasse aufgenommen. Sie verbindet regulären Fachunterricht mit Musik, Bewegung und selbstständigem Lernen. Kleine Lerngruppen, persönliche Begleitung und kreative Unterrichtsformen sollen die Kinder stärken.

Grötzingen: Neue Ideen für Mobilität und Lebensqualität

In Grötzingen wird über sogenannte Mitfahrbänke diskutiert. Sie sollen dort helfen, wo Busverbindungen künftig eingeschränkt werden oder längere Taktzeiten entstehen. Die Verwaltung hat bereits mögliche Standorte untersucht. Allerdings fehlen bislang die finanziellen Mittel. Auch Sponsoring durch örtliche Unternehmen könnte deshalb eine Rolle spielen. In Wettersbach und Pfinztal sind ähnliche Überlegungen ebenfalls noch nicht entscheidend vorangekommen.
Eine eingezäunte Hundeauslauffläche steht ebenfalls zur Diskussion. Als möglicher Standort wurde der nicht mehr sportlich genutzte Platz 3 des VfB Grötzingen untersucht. Eine solche Fläche könnte Konflikte zwischen Hundehaltern, Radfahrern und Spaziergängern entschärfen. Allerdings wären für Zaun, Tore und Ausstattung erhebliche Investitionen sowie laufende Pflegekosten erforderlich. Eine Entscheidung steht noch aus.
Eine gute Nachricht gibt es für die Elektromobilität: Am Grötzinger Bahnhof ist eine öffentliche Schnellladestation in Betrieb. Sie gehört zu einem städtischen Ausbauprogramm und ermöglicht das Laden mit hoher Leistung. Ein typischer Ladevorgang dauert etwa 20 bis 30 Minuten. Auch Durlach soll im Rahmen des Karlsruher Ausbaukonzepts zusätzliche öffentliche Ladepunkte erhalten.

Ettlingen: Ein Café als Treffpunkt für alle Generationen

Das Café am Rosengarten im Ettlinger Begegnungszentrum ist weit mehr als ein Ort für Kaffee und Kuchen. Seit rund 18 Jahren bringt es Menschen mit unterschiedlichen Interessen und Lebenssituationen zusammen. Fast 40 Gruppen und Angebote sind im Begegnungszentrum beheimatet – von Spiel- und Gesprächsrunden über kreative Aktivitäten bis hin zu einer Gospelgruppe und einem KI-Café.
Getragen wird der Cafébetrieb von 22 Ehrenamtlichen. Die Preise bleiben bewusst niedrig, damit möglichst viele Menschen teilnehmen können. Im Mittelpunkt stehen persönliche Begegnungen und die Gemeinschaft, die über einzelne Veranstaltungen hinaus entsteht.

Auch die Volkshochschule Ettlingen beschäftigte den Gemeinderat. Dieser beschloss eine überarbeitete Satzung. Zudem wurden neue Allgemeine Geschäftsbedingungen vorgestellt, die unter anderem regeln, unter welchen Voraussetzungen Veranstaltungen oder Kursteilnahmen gekündigt beziehungsweise abgelehnt werden können. Über einzelne Bestimmungen gab es unterschiedliche Auffassungen.

Karlsbad: Tradition, Handwerk und neue Perspektiven

In Ittersbach pflegt der Heimatverein Karlsbad eine besondere Tradition: Alle drei Monate wird der Steinofen am Heimatmuseum angeheizt, um Brot nach historischem Vorbild zu backen. Der Backtag verbindet traditionelles Handwerk mit Begegnungen und Gesprächen. Auch das Heimatmuseum macht die Geschichte des Ortes erlebbar.
Ein weiteres Thema ist das Parkraumkonzept der Gemeinde Karlsbad. Bei den ersten beiden Informationsveranstaltungen in Langensteinbach und Ittersbach kamen insgesamt rund 165 Bürgerinnen und Bürger zusammen. Die Gemeinde stellte Analysen zur Parkplatzbelegung und mögliche Maßnahmen vor. Weitere Veranstaltungen in den Ortsteilen sind geplant.
Auch die Sanierung der Straße „Im Stöckmädle“ im Gewerbe- und Industriegebiet Ittersbach schreitet voran. Auf rund 790 Metern wird die Fahrbahn erneuert. Hinzu kommen Verbesserungen für den Radverkehr und eine zeitgemäße technische Infrastruktur. Der Abschluss ist nach derzeitiger Planung für Mitte Dezember vorgesehen.

Erfolgreich verlief zudem die Initiative zur Sicherung der Nahversorgung in Wolfartsweier: Für den geplanten Tante-Enso-Supermarkt wurden 1.388 Teilhaberschaften gewonnen. Damit wurde das Kampagnenziel von 1.200 deutlich übertroffen. Bis zur Eröffnung sind allerdings noch Genehmigungen und Arbeiten an den Räumlichkeiten erforderlich. Als frühestmöglicher Zeitpunkt gilt das zweite Quartal 2027.

In Stupferich muss das geplante Baugebiet Gänsberg dagegen vorerst warten. Die Stadt Karlsruhe verfolgt das Entwicklungsprojekt derzeit nicht weiter. Der Ortschaftsrat reagierte enttäuscht. Mit dem Baugebiet waren auch Hoffnungen auf zusätzlichen Wohnraum und eine bessere Perspektive für die örtliche Infrastruktur verbunden.

Waldbronn: Baustellen und Diskussionen um Parkplätze

In Waldbronn nähert sich die umfangreiche Sanierung der Pforzheimer Straße ihrem Abschluss. Seit mehr als drei Jahren prägen Bauarbeiten, Sperrungen und Umleitungen das Umfeld. Erneuert wurden unter anderem Kanäle und Versorgungsleitungen. Breitere Gehwege und Verbesserungen für den Radverkehr sollen die Straße künftig sicherer machen. Für Geschäfte und Praxen vor Ort bedeutete die lange Bauzeit allerdings erhebliche Einschränkungen.
Weiteren Gesprächsstoff liefert das Parkraumkonzept. Anwohner in Reichenbach und Etzenrot kritisierten neu eingerichtete Parkverbote, Sperrflächen und Veränderungen bei Stellplätzen. Besonders bemängelten sie, nicht rechtzeitig informiert worden zu sein. Mehrere Gemeinderäte unterstützten die Kritik und forderten eine bessere Kommunikation zwischen Verwaltung und Bürgerschaft. Zudem wurde eine mögliche Parkplakette für Handwerker und andere haushaltsnahe Dienstleister angeregt.

Pfinztal und die Bergdörfer: Kultur, Engagement und soziale Verantwortung

In Pfinztal stehen Kerwe, Kunst und kulturelle Begegnungen im Mittelpunkt. Die örtlichen Veranstaltungen bieten Gelegenheit, kreative Arbeiten kennenzulernen und das gesellschaftliche Leben in den Ortsteilen zu erleben.

Eine besonders eindrucksvolle Geschichte erzählt das Durlacher Blatt über Helga Hölzer aus Wöschbach. Seit einer Griechenlandreise im Jahr 2019 engagiert sie sich für Straßenhunde und streunende Katzen. Vor Ort hilft sie bei der Versorgung der Tiere und setzt auf Kastrationen, um weiteres Leid langfristig zu verhindern. Ihr Einsatz zeigt, wie aus einer persönlichen Begegnung dauerhaftes Engagement für den Tierschutz entstehen kann.

Auch in den Karlsruher Bergdörfern gibt es Neuigkeiten: In Wolfartsweier hat die Initiative für den geplanten Supermarkt einen wichtigen Meilenstein erreicht. Gleichzeitig bleibt die Entwicklung des Gänsbergs in Stupferich ein Thema, bei dem kommunale Planung, Wohnraumbedarf und die Zukunft der örtlichen Infrastruktur eng miteinander verbunden sind.

Kultur und Gemeinschaft in Durlach

Das kulturelle Leben in Durlach zeigt sich in zahlreichen Veranstaltungen und Initiativen. Besonders eindrucksvoll war das gemeinsame Konzert der Chöre St. Peter und Paul Durlach und Heilig Kreuz aus Halle an der Saale. Die seit mehr als 36 Jahren bestehende Partnerschaft führte die Ensembles erneut zusammen. Werke von Gabriel Fauré und Felix Mendelssohn Bartholdy sorgten in der voll besetzten Kirche für ein musikalisches Erlebnis, das Publikum und Mitwirkende gleichermaßen begeisterte.

Kreativität steht auch bei einem neuen Angebot der Stadtteilbibliothek Durlach im Mittelpunkt. Beim „Book DIY“-Workshop gestalteten Jugendliche mit Farben, Papier und Glitzersteinen individuelle Kunstwerke aus Büchern. Die Veranstaltung wurde von zwei Auszubildenden entwickelt und kam so gut an, dass eine Wiederholung geplant ist.

Auch die Durlacher Bürgerstiftung plant weitere Projekte zur Förderung von Kultur und Geschichte. Nach einem erfolgreichen Bürgerbrunch stehen unter anderem ein Konzert des Musikforums Durlach und eine Versteigerung zugunsten der Stiftung auf dem Programm.

Hilfe für Kinder und Einsatz für die Gemeinschaft

Die Cherusker-Pfadfinder sammeln auch in diesem Jahr Weihnachtsgeschenke für bedürftige Kinder in der Region. Nachdem im Vorjahr 194 Geschenkpakete zusammengekommen waren, hoffen die Organisatoren erneut auf breite Unterstützung. Gesucht werden gut erhaltene Spielsachen, Bücher, Mal- und Bastelmaterialien sowie weitere kleine Überraschungen. Im Dezember sollen die Geschenke an die Tafel Ettlingen übergeben werden.

Ein weiteres Beispiel für gesellschaftliches Engagement ist der 22-jährige Phil Weinmann. Auf einer Fahrradtour durch alle 16 Bundesländer sammelte er Spenden für die DKMS und machte auf die Bedeutung von Stammzellspenden aufmerksam. An der Augustenburg Gemeinschaftsschule in Grötzingen berichtete er von seinen Erfahrungen. Nach 131 Tagen und rund 6.700 Kilometern erreichte er sein Spendenziel deutlich: Mehr als 70.000 Euro kamen zusammen. Damit lässt sich die Registrierung von mindestens 1.400 potenziellen Stammzellspendern finanzieren.

Sportliche Erfolge und wichtige Informationen

Auch sportliche Leistungen finden ihren Platz in der aktuellen Ausgabe. Eine neunjährige Kampfsportlerin aus Stupferich erreichte bei einem internationalen Turnier den zweiten Platz und wurde Vize-Weltmeisterin. Ergänzt wird der Bericht durch einen Kommentar, der sich kritisch mit der Aussagekraft von Titeln und sportlichen Rekorden auseinandersetzt.

Darüber hinaus informiert das Durlacher Blatt über weitere Entwicklungen in der Region. Dazu gehören die Vergabe der Karlsruher Wertstoffsammlung für die Jahre 2027 bis 2029 sowie aktuelle Veranstaltungshinweise und Angebote. Ein Mundartbeitrag auf der letzten Seite lädt dazu ein, den herbstlichen Vollmond zu betrachten. Außerdem werden die Geschichte der Waldenser in Palmbach, die Ausbreitung der Asiatischen Hornisse und die Karlsbader Ausbildungsbörse thematisiert.

Die aktuelle Ausgabe zeigt erneut, wie vielfältig das Leben zwischen Durlach, Ettlingen, Grötzingen, Pfinztal, Waldbronn, Karlsbad und den Karlsruher Bergdörfern ist. Sie berichtet über kommunale Entscheidungen und infrastrukturelle Herausforderungen ebenso wie über kulturelle Höhepunkte, ehrenamtliches Engagement und persönliche Erfolgsgeschichten.

Die aktuelle Ausgabe kann hier als PDF-Datei heruntergeladen werden:
Durlacher Blatt, Ausgabe DB2620