Die Freude ist groß: Wolfartsweier bekommt mit Tante Enso wieder einen Supermarkt. Zum Ende der Kampagne am 21. Oktober standen 1.388 Teilhaberschaften zu Buche. Damit wurde das angestrebte Ziel von 1.200 deutlich übertroffen. Für Thomas Wunderberg, Initiator der Bürgerinitiative Lebenswertes Wolfartsweier (BLW), ist das Ergebnis vor allem eine Gemeinschaftsleistung. „Ich war sehr erleichtert und dankbar für unser tolles engagiertes Kernteam“, sagt er. „Zudem war ich überwältigt, wie viele Menschen auch außerhalb von Wolfartsweier mitgezittert und unterstützt haben“, so Wunderberg weiter.
Auch bei Tante Enso ist die Freude groß. „Wir sind beeindruckt, dass das Ziel auch noch um fast 200 Teilhaber übertroffen wurde“, erklärt Jessica Renziehausen, Abteilungsleiterin Marketing und Unternehmenskommunikation. Wolfartsweier sei aufgrund seiner städtischen Prägung und der hohen geforderten Teilhaberzahl ein besonderer Standort gewesen.
Ganz ohne Zweifel verlief die Kampagne für Thomas Wunderberg allerdings nicht. „Ich hatte jede Woche höhere Zahlen an Teilhabern erwartet und das machte mich dann doch etwas unsicher, als dem nicht so war.“ Nach außen hin habe er sich jedoch stets zuversichtlich gezeigt. Erst in den letzten Tagen der Kampagne kamen zahlreiche Anträge hinzu, die mithilfe der Paten ausgefüllt wurden. „Da haben wir doch weit über 100 Anträge bei den vielen Patensprechstunden geschrieben“, erzählt Wunderberg.
Seit November 2025 investierte der Wolfartsweierer nach eigenen Angaben mindestens zehn Stunden pro Woche in das Projekt. Das zwölfköpfige Kernteam organisierte Flyeraktionen, Patensprechstunden und zuletzt eine Haustürkampagne.
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Kampagne ist die Arbeit allerdings noch nicht beendet. „Das Projekt ist damit noch nicht in trockenen Tüchern“, betont Wunderberg. Die Bürgerinitiative stehe der Eigentümerfamilie weiterhin unterstützend zur Seite, etwa bei den notwendigen Genehmigungen. „Wir möchten, dass die vertraglichen Dinge in Einvernehmen stattfinden und die Instandsetzung der Räumlichkeiten zeitnah und preiswert umgesetzt werden kann“, erklärt Wunderberg.
Dazu sei die Initiative bereits in Gesprächen mit Handwerksbetrieben. Aktuell werde noch ein Architekt oder Ingenieur gesucht, der das Projekt professionell begleitet.
Ein konkreter Eröffnungstermin steht noch nicht fest. Frühestens im zweiten Quartal 2027 könnte Tante Enso seine Türen öffnen. Laut Renziehausen hängen die nächsten Schritte unter anderem von der Verfügbarkeit von Handwerkern, technischen Lieferungen und Genehmigungen ab. Zudem sei der Eröffnungsplan des Unternehmens mit älteren Standortbewerbungen bereits bis Frühjahr 2027 gut gefüllt. (aw/red.)